ERWACHTER MENSCH

 

Das ist der Zustand des gewöhnlichen Menschen:
Er lebt in einer Art Traumzustand.
Der Mystiker ist ein Mensch, der erwacht ist.

Das Amüsante daran ist,
dass der gewöhnliche Mensch
den Mystiker einen Träumer nennen wird,
obwohl in Wirklichkeit er selbst der Träumende ist.

 

Hazrat Inayat Khan (1882–1927)

Resonanz-Weisheiten ... (Resonanzen)

Eine subjektive Zusammenstellung von guten Gedanken und praktischen Übungen: Leben, Liebe, Miteinander, Achtsamkeit, Erkenntnis, Meditation, das Göttliche ...

 

Zuerst ein paar Medations-Sätze und Übungshilfen. Anleitung und Auswahl zu diesen Sätzen sind auch ein Werkzeug, das in der Begegnung verwendet wird.

Ich bin   (Meditations-Satz)

Herr Jesus Christus, erbarme Dich   (Meditations-Satz)

Dein Wille geschehe   (Übungswerkzeug)

Geborgen in Dir   (Meditations-Satz)

Alles fließt durch mich   (Meditations-Satz)

LIEBE   (Meditations-Satz)

EINATMEND - AUSATMEND   (Übungswerkzeug)

Einatmend
beruhige ich
meinen Körper.

Ausatmend
lächle ich.

Einatmend weile ich
im gegenwärtigen Augenblick.

Ausatmend weiß ich,
dass es ein
wunderbarer Augenblick ist.

Thich Nhat Hanh (*1926)

Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar  (Ingeborg Bachmann)

SICH SELBST ERKENNEN

Es ist ein Grund zur Freude,
wenn man sich selbst erkennt,
denn nur dann kann man sich ändern.

Solange man sich nicht ändern kann,
bleibt alles beim Alten.

Ayya Khema (1923 – 1997)

WIE EINE WOLKE, DIE ÜBER DEN HIMMEL ZIEHT

Wir üben reine Beobachtung, reine Aufmerksamkeit ohne jede Wertung, ohne Besetzenlassen, Emotionen müssen unbeirrt und standhaft durchlebt werden. Kein Kommentar, kein Fortziehenlassen, kein Verzerren. Das Gefühl ist wie eine Wolke, die über den blauen Himmel zieht, ihn vielleicht verdunkelt, aber nicht bleibt.

Willigis Jäger (*1925)

MEDITATION ist keine Esoterik - jeder kann sie durch Tun und Übung erfahren

DAS GANZE UNIVERSUM

Auch wenn der Ort,
an dem wir die Versenkung üben,
sehr klein ist,
enthält er doch das ganze Universum.
Auch wenn unser Geist begrenzt ist,
enthält er doch
die Grenzenlosigkeit.

Der chinesische Meister Sekito Kisen (700 - 790)

WENN DAS HERZ ZUGANG ZUM GEIST FINDET

Meditation ist etwas ganz Aussergewöhnliches, und wenn du sie nicht kennst, bist du wie der Blinde in einer Welt von leuchtenden Farben und dem Wechsel von Licht und Schatten. Sie ist nichts Intellektuelles, doch wenn das Herz Zugang zum Geist findet, hat der Geist eine ganz andere Qualität. Er ist dann wirklich grenzenlos, nicht nur in seiner Fähigkeit, zu denken, effizient zu wirken, sondern ebenso in seiner Empfindung, in einem weiten Raum zu leben. wo du Teil von allem bist.

Jiddu Krishnamurti (1895 – 1986)

MEDITATION NÄHRT ERDE UND MENSCH

Es ist sonderbar, wie ungemein wichtig Meditation wird; sie hat weder Anfang noch Ende.
Sie ist wie ein Regentopfen: In diesem Tropfen sind alle Ströme, Flüsse, Seen und Meere.
Dieser Tropfen nährt Erde und Mensch. Ohne ihn wäre die Erde eine Wüste.
Ohne Meditation wird das Herz zu einer Wüste, zu einer Ödnis.

Jiddu Krishnamurti (1895 – 1986)

WIRKEN DER STILLE

Wenn deine Meditation nur eine Angelegenheit ist, etwas woran du persönlich Freude hast, dann ist es keine Meditation. Meditation schliesst einen vollkommenen, radikalen Wandel von Geist und Herz ein. Dies ist nur möglich, wenn sich das ausserordentliche Empfinden innerer Stille einstellt, und dies allein bringt einen religiösen Geist hervor. Dieser Geist weiß was heilig ist. Meditation ist das Wirken der Stille.

Jiddu Krishnamurti (1895 - 1986)

MEDITATION LÄSST WELLEN BEHERRSCHEN

Wenn eine Blase vom Grund des Sees aufsteigt, sehen wir sie nicht. Erst wenn sie an der Oberfläche platzt und Wellen wirft, wissen wir von ihr.
Wir werden nur Erfolg haben beim Kampf mit den Wellen, wenn wir sie in ihrer feinen Form erfassen. Wenn wir sie dort nicht entdecken und unterdrücken, besteht keine Hoffnung, Leidenschaften völlig zu überwinden…
Meditation ist eines der großen Mittel, um das Entstehen dieser Wellen zu beherrschen.

Swami Vivekananda (1863 – 1902)

SUCHEN ist sinn-lose Flucht . . .

GRUND-LOS

Nirgends und niemals
findet man Dinge,
entstanden aus sich,
aus anderem,
aus sich und anderem zusammen
- ohne Grund.

Nagarjuna (2. Jh.)

SPIEGELN

Von Meister Nangaku wird erzählt, dass er seinen Schüler Baso besuchte, der später selbst ein großer Zen-Meister werden sollte.
Nangaku fragte seinen Schüler, was er gerade mache, und dieser antwortete:
„In diesen Tagen mache ich Zazen und nichts anderes.“
Darauf fragte der Meister seinen Schüler Baso: „Was ist das Ziel in Zazen zu sitzen?“
Der Schüler antwortete: „Das Ziel des Sitzens in Zazen ist Buddha zu werden.“
Darauf nahm Nangaku einen Ziegel und schliff und rieb und polierte ihn an einem Felsen. Als Baso dies sah, fragte er verwundert, was der Meister tue. Und Nangaku antwortete:
„Ich poliere einen Ziegel.“
Der Schüler benutzte darauf eine gleich klingende Formulierung wie es vorher sein Meister getan hatte und sagte diesen:
„Was ist der Nutzen, einen Ziegel zu polieren?“
Nangaku antwortete: „Ich poliere ihn zu einem Spiegel.“
Erstaunt fragte der Schüler: „Wie kann das Polieren eines Ziegels ihn zu einem Spiegel machen?“
Der Meister antwortete mit einer Gegenfrage: „Wie kann das Sitzen im Zazen dich zu einem Buddha machen?“

Eine Zengeschichte

HINDERNISSE SELBST BESEITIGEN

Der Guru
führt die Selbstverwirklichung
nicht herbei,
sondern beseitigt nur
die Hindernisse.

Das Selbst
ist immer verwirklicht.

Ramana Maharshi (1879 – 1950)

. . . FINDEN ist heiles Sein . . .

SELBST VERGESSEN

Um den Weg des Buddha zu erforschen,
gilt es,
das eigene Selbst zu erforschen.

Um das eigene Selbst zu erforschen,
gilt es,
sich selbst zu vergessen.

Um sich selbst zu vergessen,
gilt es,
die unbeeinflusste Welt in dir
obsiegen zu lassen.

Dogen (1200 - 1253)

AUS DER EINHEIT DES HERZENS

Einheit ist, wenn sich der Mensch mit all seinen Kräften von innen gesammelt fühlt in der Einheit seines Herzens. Einheit bringt inneren Frieden und Ruhe des Herzens. Einheit des Herzens ist ein Band, das Leib und Seele, Herz und Sinn und alle äußeren und inneren Kräfte in der Einigung der Minne zusammenzieht und umschließt. Aus dieser Einheit des Herzens kommt die Innerlichkeit. Denn niemand kann innerlich sein, er sei denn einig gesammelt in sich.

Jan van Ruysbroek (1293 – 1381)

. . . und Wahrhaftigkeit ein Weg dorthin

GESCHMACK VON WAHRHEIT

Wer einen Geschmack von der Wahrheit hat und sich ganz darauf ausrichtet, der kann sich nicht sorgen. Genau das unterscheidet Menschen des Wegs von Menschen, die diesen Weg nicht für sich wählen. Es ist die große Unterscheidung, die im Herzen und im Leben geschieht. Religiosität ist keine Frage der Zugehörigkeit zu irgendeiner Organisation, keine Frage von irgendeinem Ritus, keine Frage von Struktur, sondern eine viel, viel tiefere, essenziellere Frage. Eine Sangha (spirituelle Gemeinschaft) versammelt Menschen, die diese grundlegende Ausrichtung haben – oder entwickeln können. Auch das ist ja nicht plötzlich zu hundert Prozent da.
Sangha, das kann die Schönheit sein, die darin liegt, sich nicht allein zu wissen auf diesem weglosen Weg, der einen plötzlich von all dem wegzuführen scheint, was Eltern und Schule gepredigt haben. Die Schönheit auch, die in der sich vervielfachenden Kraft liegt, die Menschen plötzlich freisetzen, wenn sie sich auf die Suche machen und erste Goldkörnchen finden. Die Schönheit, die im Austausch mit Gleichgesinnten liegt, im gemeinsamen Praktizieren, im gemeinsamen Wachsen. Die Schönheit auch, wenn du erkennst, dass dir der andere, ob du ihn nun magst oder nicht, immer genau das spiegelt, was du erkennen solltest für dein Wachsen.

Pyar (*1960) in: "Satsang: Die spirituelle Suche nach Wahrheit und Erkenntnis"

WAHRHAFTIGKEIT

Bist Du in der Wahrheit
fest verankert,
so wirst du
selbst im Traum
nie die Unwahrheit sagen.

Du wirst
in Gedanken, Wort und Tat,
wahrhaftig sein.

Shri Ramakrishna (1836 – 1886)

Der Liebe (also dem Leben) das Herz öffnen - alles herein und geschehen lassen

Alles kann nur in und durch die Liebe heilen

VIER MEISTERWORTE

 

Wollen,
was gewollt wird.

*

Wagen,
frei zu sein.

*

Schweigen,
wo Worte versagen.

*

Verstehen,
um zu lieben.

 

Frederic Lionel (1908 - 1999)

Jeder ist Lernender und Lehrender - jeder ist Heiler und Bedürftiger

KEIN ABSTAND ZUM MYSTIKER

Den Mystiker zu verehren ist keine wirkliche Achtung. Es ist eine Strategie des Verstandes, um den Finger nicht zu sehen, der auf den Mond zeigt. Die Menschen sind raffiniert. Sie können jemanden ans Kreuz schlagen, um ihn loszuwerden, sie können ihn aber auch verehren, um ihn loszuwerden. Zwischen Kreuzigung und Verehrung ist kaum ein Unterschied. Der Zweck der Sache ist das Gleiche: “Lass mich bloss in Ruhe; deine dumme Utopie ist schön und gut und ich habe nichts dagegen einzuwenden. Aber du bist ein ganz besonderes Wesen, und ich bin nur ein gewöhnlicher Sterblicher.”
Um das zu untermauern, haben die Leute ihre Mystiker Inkarnationen Gottes, haben sie Messias, Heiland, Prophet genannt. Damit haben sie einen so großen Abstand zwischen sich und die Mystiker gelegt, dass die Vision des Mystikers eine Vision bleibt. Mit dieser Einstellung ist es unmöglich, sie in die Wirklichkeit umzusetzen.

Osho (1931 – 1990)

Gott - Einheit - Schöpfung

HINGERISSEN ZU GOTT

Der Anfang des Gebetes
besteht darin,
beginnende Gedanken
mit einem Wort abzuschneiden.

Die Mitte
liegt in der Aufmerksamkeit
des Bewusstseins
auf die gesprochenen Worte.

Das Ende jedoch
ist das Hingerissensein
zu Gott.


Johannes Climacus (* vor 579; † um 649).

Nach 40 Jahren als Eremit zum Abt des Katharinenklosters auf dem Sinai gewählt.

JENSEITS ALLER VORSTELLUNG

Gott ist nichts von alledem,
was du von ihm aussagen kannst:
er ist jenseits
aller menschlichen Vorstellung
von Form, Wesen oder Gut.

Johannes Tauler (* um 1300 – 1361)

VERBUNDEN

Jedes Geschöpf
ist mit einem anderen
verbunden,
und jedes Wesen
wird durch ein anderes
gehalten.

Hildegard von Bingen (ca. 1098 – 1179)

GÖTTLICHE EINHEIT

Ich glaube an nichts in der Welt so tief, keine andere Vorstellung ist mir so heilig wie die Einheit, die Vorstellung, dass das Ganze der Welt eine göttliche Einheit ist und dass alles Leiden, alles Böse nur darin besteht, dass wir einzelne uns nicht mehr als unlösbare Teile des Ganzen empfinden, dass das Ich sich zu wichtig nimmt.
Die Einheit, die ich hinter der Vielheit verehre, ist keine langweilige, keine graue, gedankliche, theoretische Einheit. Sie ist ja das Leben selbst, voll Spiel, voll Schmerz, voll Gelächter. Sie ist dargestellt worden im Tanz des Gottes Shiva, der die Welt in Scherben tanzt, und in vielen anderen Bildern, sie weigert sich keiner Darstellung, keinem Gleichnis. Du kannst jederzeit in sie eintreten, sie gehört dir in jedem Augenblick, wo du keine Zeit, keinen Raum, kein Wissen, kein Nichtwissen kennst, wo du aus der Konvention heraustrittst, wo du in Liebe und Hingabe allen Göttern, allen Menschen, allen Welten, allen Zeitaltern angehörst.

Hermann Hesse (1877-1962)

DIE SEELE DES GANZEN

In uns
ist die Seele des Ganzen,
das weise Schweigen,
die universelle Schönheit,
das Ewige.

Ralph Waldo Emerson (1803-1882)

CHRIST UND MEHR

Ich bin als Christ gegangen,
ich habe mich als Hindu gefunden
und ich kehre als Buddhist zurück,
ohne doch aufgehört zu haben,
ein Christ zu sein.

Raimon Panikkar (1918 – 2010)

TIEFE UNSERES HERZENS

Gott wohnt in jedem Menschen
und wenn wir ihn finden wollen,
dann können wir ihn nur
in den Tiefen unseres Herzens begegnen,
dort ist er zu Hause.
Das ist der einzige Ort,
an dem Gott wohnt.

Rabindranath Tagore (1861 - 1941)

 

 

     LEBEN   BEZIEHUNG

 

     ALTER   UNGELÖSTES

 

     TRAUER   KONFLIKT   

 

     HERZENS-MEDIATION

 

     EINZEL-SUPERVISION


  

 PERSÖNLICHKEIT ENTWICKELN


  INNERES WESEN ENTFALTEN


 -  Wesensgestalt erkennen

 -  prozessorientierte Arbeit

 -  Begleitung / Coaching