Nächte (Resonanzen)

"Ich habe keine guten Nächte. Wer älter wird, der träumt ..."

 

Dieses auf der vorherigen Seite SCHATTEN erwähnte Verhalten (Wegsehen, Leugnen, Verdrängen usw.) hat selbstverständlich weitreichende Folgen:    

Unangesehene und unbearbeitete Vorgänge und Erlebnisse des Tages zeigen sich in Bildern und Visionen in der Nacht. Der Mensch verarbeitet ja unbewusst im Schlaf.

 

Ein ganz allnächtlicher Vorgang. Wenn aber täglich im Leben verdrängt wird (immer die selben Dinge), dann setzt sich das mit deutlichen und immer wiederkehrenden Bildern in Träumen fest. Das Verdrängen über einen langen Zeitraum von Jahren und Jahrzehnten erschwert das Erkennen von Bedeutungen der Traumzeichen und nimmt dem wieder "Erwachten" (ist er es wirklich?) zunehmend die Möglichkeit, den Traum zu reflektieren.

 

Gravierender ist aber, dass Schlaf und Traum selbst nicht mehr für die Versuche des Unterbewusstseins zur Verarbeitung genügen. Die Psyche und Seele drängt es so nach Entlastung und Auflösung, dass schon die Dunkelheit (als Vorbote, Vorbereitung für Schlaf, Traum und Unbewusstes) "Zustände des Übergangs" hervorruft:

Bedrängnisse, Panik, Schreckensvisionen und damit verbundene physische Symptome wie Angst (=Enge-Gefühl!), besonders alles das Herz Betreffende (Herzrasen, Stechen, Rhythmusstörungen), aber auch Blutdruck, Magen-, Darm- und Muskelstörungen.

 

Das Grauen und Angstvolle der Nacht, des gesuchten Schlafs hat wohl kaum einer so eindrucksvoll beschrieben wie Hugo von Hoffmannsthal in der antiken Tragödie "Elektra" nach Sophokles - von Richard Strauss in ebenso scheckliche Töne gebannt:

"Der Schrei" (Ausschnitt aus Holzschnitt) E.Munch

"... Ich habe keine guten Nächte. Wer älter wird, der träumt ... Was ist denn ein Hauch! und doch kriecht zwischen Tag und Nacht, wenn ich mit offnen Augen lieg', ein Etwas hin über mich, es ist kein Wort, es ist kein Schmerz, es drückt mich nicht, es würgt mich nicht, nichts ist es, nicht einmal ein Alp, und dennoch es ist so fürchterlich, dass meine Seele sich wünscht, erhängt zu sein, und jedes Glied in mir schreit nach dem Tod, und dabei leb' ich und bin nicht einmal krank; ... Kann man denn vergehn, lebend, wie ein faules Aas? kann man zerfallen, wenn man gar nicht krank ist? zerfallen wachen Sinnes, wie ein Kleid, zerfressen von den Motten? Und dann schlaf' ich und träume, träume! dass sich mir das Mark in den Knochen löst, und taumle wieder auf, und nicht der zehnte Teil der Wasseruhr ist abgelaufen, und was unter'm Vorhang hereingrinst, ist noch nicht der fahle Morgen, nein, immer noch die Fackel vor der Tür, die grässlich zuckt wie ein Lebendiges und meinen Schlaf belauert. Diese Träume müssen ein Ende haben..."

aus "Elektra" (Hoffmannsthal / Strauss)

 

 

     LEBEN   BEZIEHUNG

 

     ALTER   UNGELÖSTES

 

     TRAUER   KONFLIKT   

 

     HERZENS-MEDIATION

 

     EINZEL-SUPERVISION


  

 PERSÖNLICHKEIT ENTWICKELN


  INNERES WESEN ENTFALTEN


 -  Wesensgestalt erkennen

 -  prozessorientierte Arbeit

 -  Begleitung / Coaching