Heilen  (Resonanzen)

Dass HELEN wurde in der Menschheitsgeschichte immer als KUNST - also in intuitiver "Verbindung" und nicht völlig mit dem Verstand fassbar und beeinflussbar - angesehen: Heiler, Scharmanen, Männer Gottes oder Frauen des Teufels (Hexen) . . .

Immer haben die Natur und deren Kräfte und Esoterik (ein eingeweihtes Wissen) in der Heilkunst eine zentrale Rolle gespielt. Der Arzt, Heiler oder Scharmane hat ein Wissen und einen inneren Zugang, welches bzw. welcher mir als Patient fehlt. Die Bedeutung und die gesellschaftliche Stellung des "Medizinmannes" ist aus diesem Grund in allen Kulturen herausgehoben - und auch die Erwartungen an ihn entsprechend hoch.

 

In unserer "aufgeklärten" Welt (welche in gewisser Weise schon im alten Griechenland seinen ursprung hatte) ist aber für "Vertrauen" und "Sicherheit" fernab verstandesmäßig nachvollziehbarer Logik und Rationalität nach wie vor kaum Platz.

Schon die alten Griechen wollten eine Gewissheit, dass ein Arzt sich an "Regeln" hält und mit seinem für den normalen Menschen letztlich undurchsichtigen Tun die besten Absichten hegt. Deshalb entstand der Hippokrastische Eid als "Absichtserklärung" und Zeugnis für die Seriösität ärztlichen Handelns, welches bei Fehlen oder Missachtung des Berufsethos dann auch (zumindest theoretisch) geahndet werden kann.

 

Hier die aktuelle, 2006 revidierte Version des heutigen Hippokratischen Eids, den Ärzte und Heilpraktiker leisten. Dieses Bekenntnis zum Berufsethos soll Vertrauen schaffen:

 Genfer Deklaration des Weltärztebundes

 

Bei meiner Aufnahme in den ärztlichen Berufsstand gelobe ich feierlich:
mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen.
Ich werde meinen Lehrern die schuldige Achtung und Dankbarkeit erweisen.
Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben.
Die Gesundheit meines Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein.
Ich werde alle mir anvertrauten Geheimnisse auch über den Tod des Patienten hinaus wahren.
Ich werde mit allen meinen Kräften die Ehre und die edle Überlieferung des ärztlichen Berufes aufrechterhalten.
Meine Kolleginnen und Kollegen sollen meine Schwestern und Brüder sein.
Ich werde mich in meinen ärztlichen Pflichten meinem Patienten gegenüber nicht beeinflussen lassen durch Alter, Krankheit oder Behinderung, Konfession, ethnische Herkunft, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, politische Zugehörigkeit, Rasse, sexuelle Orientierung oder soziale Stellung.
Ich werde jedem Menschenleben von seinem Beginn an Ehrfurcht entgegenbringen und
selbst unter Bedrohung meine ärztliche Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden.
Dies alles verspreche ich feierlich und frei auf meine Ehre.

Meine persönliche Sicht auf diesen Eid ist geprägt von völligem Einverständnis, wenn auch ein zwei Punkte offensichtlich menschlichen Schwächen wie Unlauterkeit, Undankbarkeit und Missgunst geschuldet sind. Ebenso entdecke ich wie bei unseren Kirchen den Hauch von Zementierung eines hirarchischen Systems, dass aber nicht Selbstzweck sein sollte.

 

Andere wichtige und realistische Punkte kommen hingegen etwas zu kurz. Deshalb habe ich hier eine meinen eigenen Fähigkeiten und den Möglichkeiten meines Tuns gemäße ganz persönliche Version des Eids erstellt.

 

Hier möchte ich erwähnen, dass ich selbst kein Heilpraktiker bin und somit keine (auch nicht homöopathische) Mittel verschreibe. Ich mache aber immer wieder mal auf eine mir passend erscheinende homöopathischen Konstitution aufmerksam oder gebe eine weitere Behandlung beim Psychologen, Homöopathen, Heilpraktiker o.ä. zu Bedenken.

 

Der Wunsch anderen Menschen wirklich zu helfen bewirkt Bescheidenheit.

Mein persönlicher Hippokratischer Eid

 

Bei meiner Annahme meiner eigenen mir gegebenen Fähigkeit zu beruflichem Zweck gelobe ich feierlich:
mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit
und des wachsenden freien Bewusstseins des Menschen zu stellen.
Ich werde meine Lehrer immer
mit kritischem Bewusstsein reflektieren und Sie in ihren Erkenntnissen in Dankbarkeit ehren.
Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und
Liebe ausüben.
Die Gesundheit
und innere Freiheit meines Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein.
Ich werde alle mir anvertrauten Geheimnisse auch über den Tod des Patienten hinaus wahren,
sofern dieser das wünscht.
Ich werde mit allen meinen Kräften die
mir gegebene Erkenntnis an Wahrheit über das Menschsein in Wort und Tat vertreten.
Alle Menschen sind meine Schwestern und Brüder.
Ich werde mich
jederzeit in meiner Kunst der Erkenntnis, der Vermittlung im Dialog und der Begleitung des sich daraus ergebenden Wegs meines Patienten mich durch diesen ganz individuell inspirieren lassen und beziehe dabei dessen Individualität mit ein (Alter, Krankheit, Behinderung, Konfession, ethnischer Herkunft, Geschlecht, Rasse, sexuelle Orientierung, sozialer Stellung).
Ich werde jedem Menschenleben von seinem Beginn an Ehrfurcht,
Demut und Liebe entgegenbringen und allen inneren Anfechtungen oder Bedrohung von außen zum Trotz meine Fähigkeiten nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden.

Dies alles gelobe ich feierlich und frei auf mein Herz, meinen Geist und meine Seele.

Meine stellenweise vielleicht paradox erscheinende Version des Eids ist durchaus ernst gemeint, auch wenn ich keinerlei Medikamente verabreiche oder körperliche Behandlung durchführe. Alle Abwandlungen vertiefen zusätzlich die Aussagen der Genfer Deklaration bzw. hinterfragen diese kritisch. Andere Änderungen sind auf das Gebiet meiner Fähigkeiten zugeschnitten.


 

Hier noch das "Original" aus der griechischen Antike: 

Hippokratischer Eid - Das Original

 

„Ich schwöre und rufe Apollon, den Arzt, und Asklepios und Hygeia und Panakeia und alle Götter und Göttinnen zu Zeugen an, dass ich diesen Eid und diesen Vertrag nach meiner Fähigkeit und nach meiner Einsicht erfüllen werde.

Ich werde ärztliche Verordnungen treffen zum Nutzen der Kranken nach meiner Fähigkeit und meinem Urteil, hüten aber werde ich mich davor, sie zum Schaden und in unrechter Weise anzuwenden.

Auch werde ich niemandem ein tödliches Gift geben, auch nicht, wenn ich darum gebeten werde, und ich werde auch niemanden dabei beraten; auch werde ich keiner Frau ein Abtreibungsmittel geben. Rein und fromm werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren.

Ich werde nicht schneiden, sogar Steinleidende nicht, sondern werde das den Männern überlassen, die dieses Handwerk ausüben.

Was ich bei der Behandlung oder auch außerhalb meiner Praxis im Umgange mit Menschen sehe und höre, das man nicht weiterreden darf, werde ich verschweigen und als Geheimnis bewahren.

Wenn ich diesen Eid erfülle und nicht breche, so sei mir beschieden, in meinem Leben und in meiner Kunst voranzukommen indem ich Ansehen bei allen Menschen für alle Zeit gewinne; wenn ich ihn aber übertrete und breche, so geschehe mir das Gegenteil.“

 

 

     LEBEN   BEZIEHUNG

 

     ALTER   UNGELÖSTES

 

     TRAUER   KONFLIKT   

 

     HERZENS-MEDIATION

 

     EINZEL-SUPERVISION


  

 PERSÖNLICHKEIT ENTWICKELN


  INNERES WESEN ENTFALTEN


 -  Wesensgestalt erkennen

 -  prozessorientierte Arbeit

 -  Begleitung / Coaching